Kleidung, für die niemand sterben muss


Kleidung Label Fair

Textilien Djungel – Bild: stapag

Alleine in den beiden zurückliegenden Jahren hat die Zahl der Katastrophen und Beinahe-Katastrophen von Bekleidungs-verarbeitenden Unternehmen in den Billigproduktionsländern Asiens alarmierende Ausmaße erreicht. Doch nicht nur das: Ausmaß und Elend der Unglücke werden größer, gezogene Lehren aus den Fehlern sind nicht erkennbar. Am smarten Shoppingpreis klebt nach wie vor Blut und/oder ökologischer Frevel.

Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass das Interesse der Konsumenten an verlässlichen Produktsiegeln steigt, die dokumentieren, ob ein Kleidungsstück fair hergestellt wurde.

Inzwischen sind es rund 70 Konzerne, die sich in einem Abkommen verpflichtet haben, ihre Textilproduktionsstätten mit einem funktionierenden Brandschutz auszurüsten.

Doch auch teure Designermode kann durchaus gegen soziale und ökologische Standards produziert worden sein. Label, die die Einhaltung solcher Richtlinien angeblich dokumentieren, gibt es wie Sand am Meer. Angefangen bei der “Öko”-Hausmarke eines Unternehmens bis zum offiziellen Zertifikat unabhängiger Organisationen.

Und selbst dann bleibt die Frage, was welches Gütesiegel zertifiziert: Wasserverbrauch, Chemikalien, genmanipulierte Pflanzen? Oder Arbeitsbedingungen, Löhne und Status der Arbeiter? Eine erste Orientierung mit weiterführenden Links zu Übersichten, Schwarzen und Grünen Listen bietet Stern.de in einem aktuellen Beitrag.

http://www.stern.de/wissen/mal-kurz-die-welt-retten-teil-vii-kleidung-fuer-die-niemand-sterben-muss-2040436.html

29 Textil-Siegel und ihre Versprechen prüft die Christliche Initiative Romero in ihrer pdf-Broschüre „Wearfair“:
http://www.ci-romero.de/fileadmin/media/informieren-themen/gruene_mode/labelguide_cir.pdf

Romero nimmt auch Grüne Modefirmen, Siegel und Standards unter die Lupe:
http://www.ci-romero.de/1196/

Einen Check von mehr als 50 namhaften Unternehmen offeriert die Homepage der Clean Clothes Kampagne, einem internationalen Zusammenschluss von Nichtregierungsorganisationen:
http://www.cleanclothes.at/de/firmen-check/

Auch die Grünen Listen der Modebloggerin Kirsten Brodde eignen sich als Navigator für das gezielte „ethisch-korrekte Shoppen“:
http://www.kirstenbrodde.de/?page_id=428